Ein gefragtes Prignitz-Souvenir

09.11.2017

Meyenburger Dreikönigsring wird neu aufgelegt

Nach diesem Original mit der filigranen Inschrift fertigt Goldschmiedemeister Sebastian Zenner den Meyenburger Dreikönigsring als wertvolle Replik in den gewünschten Größen sowie Gold- und Silberlegierungen an. Foto: LK Prignitzzoom

Der Fund eines goldenen Fingerringes im Zuge von archäologischen Grabungsmaßnahmen im Schloss Meyenburg  gab den Anstoß zur Idee, ein besonderes Souvenir für die Prignitz zu entwickeln. Aus der Idee ist ein Produkt geworden. Im Herbst vergangenen Jahres konnte der hochwertige  „Dreikönigsring“ der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die positive Resonanz und der schnelle Abkauf in der „Probephase“  waren Grund genug für die Kreisverwaltung, Herstellung und Vertrieb des Ringes jetzt noch einmal zu überdenken und in professionelle Hände zu legen. Für diese Aufgabe konnte Goldschmiedemeister Sebastian Zenner  aus Leipzig  gewonnen werden.  Herstellung und Vertrieb des hochwertigen Ringes werden ganz in seine Hände gelegt. Der Fingerring ist in den Museen der Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin entlang der Zentralen Archäologischen Orte, im Archäologischen Landesmuseum in Brandenburg an der Havel oder direkt in der Goldschmiedewerkstatt von Herrn Zenner bestell- und erwerbbar.

Das Sortiment des Ringes wird um das Angebot in verschiedenen Edelmetalllegierungen, Ringgrößen und Preissegmenten erweitert. Man kann ihn in Silber, Silber hartvergoldet, 333er oder 585er Gold beziehen. In den Museen liegen Muster aus, um die Ringgröße zu ermitteln. Daraufhin bestellt man die wertvolle Replik direkt beim Goldschmiedemeister Sebastian Zenner, Schuhmachergäßchen 4, Specks Hof, 04109 Leipzig, sebastianzenner@gmx.de. Der Ring wird passgenau gefertigt und in etwa 14 Tagen geliefert. Ja nach Ausführung kostet er zwischen 89,90 und 379,00 Euro.

Hintergrund:

Gefunden wurde der Meyenburger Ring im Zuge der archäologischen Begleitung der Umbau- und Sanierungsarbeiten 2004  im Schloss  Meyenburg in der Prignitz. Ein goldener Fingerring mit erhabener Inschrift in gotischer Majuskel. Umlaufend die Namen der Drei Heiligen Könige „+Jaspar+Baltazar+Melchior“. Die Namen spiegeln den im späten Mittelalter bedeutenden Dreikönigskult wieder. Das Schriftbild erlaubt die Datierung in die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts. Aufgrund der Bezeichnung Jaspar für Kaspar dürfte der Ring niederdeutscher Herkunft sein. Das wertvolle Material deutet auf die hohe soziale Stellung des Trägers hin. Der Ringgröße nach zu urteilen war sein Träger ein Mann.Seit Mitte des 12. Jahrhunderts galten die Heiligen Drei Könige als oberste Reichsheilige und wurden als Patrone der Pilger und Reisenden angerufen.  Die Namen der Heiligen schützten vor Krankheiten, Unheil, Besessenheit sowie dem Bösen.  Eine solche Funktion hatte auch der Meyenburger Ring.

Die angefertigte Replik des Fundringes steht seinem Original hinsichtlich handwerklicher Ausführung, edlem Material und positiver Ausstrahlung in nichts nach. Der Dreikönigsring Meyenburg  wird seine Verbundenheit mit dem Fundort in der Prignitz und seine Zauberkraft auch weiterhin durch die Jahrhunderte auf seinen Träger übertragen. 

Sie brachten dieses außergewöhnliche Prignitzer Souvenir auf den Weg: Prof. Dr. Franz Schopper (Landesamt für Denkmalpflege), Ortrud Effenberger (Sachbereich Denkmalschutz der Kreisverwaltung), Jörg Hildebrandt (ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger), Sebastian Zenner (Goldschmiedemeister), Edelgard Schimko (Leiterin Geschäftsbereich II Kreisverwaltung), Mike Laskewitz (Tourismusverband Prignitz), (v.l.). Foto: LK Prignitzzoom

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