Flora und Fauna in der Prignitz

Storchenpaar in Cumlosen (Foto: LK Prignitz)
Storchenpaar in Cumlosen (Foto: LK Prignitz)

Ausgehend von den flachen Wischegebieten an der Elbe bis hin zu den hügeligen Endmoränen-landschaften im Ostteil der Prignitz ist die Region voller Abwechslung. Ein natürliches Gefüge aus Wiesen, Wäldern, Feldern sowie Flüssen und Bächen kennzeichnet die Landschaft der Prignitz, macht ihren besonderen Charme aus und bietet eine reizvolle Kulisse für die Städte und Dörfer.

Die geringe Bevölkerungsdichte in der Prignitz begünstigt, dass sich der Naturraum abseits der Siedlungen und Ortslagen weitgehend unbeeinflusst von raumbedeutsamen, wirtschaftlichen bzw. infrastrukturellen Vorhaben entwickeln konnte und seine Ursprünglichkeit bis heute bewahrt hat.

So konnten sich in der reich strukturierten, teils wenig genutzten Landschaft zahlreiche Tier- und Pflanzenarten erhalten, die hier eine Nische für den Erhalt ihrer Art gefunden haben und die anderenorts kaum oder gar nicht mehr anzutreffen sind. Darüber hinaus besitzt die Prignitz eine herausragende Bedeutung als Rastgebiet für Vogelarten, die jährlich zwischen den Tundren der nördlichen Halbkugel  und Südwesteuropa bzw. Afrika pendeln.

Diese Umstände haben dazu geführt, dass vom Land Brandenburg mittlerweile 5,0% der Fläche des Landkreises Prignitz als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen wurden, dazu zählen unter anderem das Stepenitztal und die Elbniederung zwischen Rühstädt und Wittenberge. 40,9 % der Kreisfläche sind als Landschaftsschutzgebiet (LSG) ausgewiesen.

Diese Schutzgebiete und auch andere Teilbereiche erfüllen zudem die EU-Norm "NATURA 2000", so dass etwas 8,5 % der Kreisfläche als "Fauna-Flora-Habitat-Gebiet" (FFH) registriert ist und etwa 41,2 % das Prädikat "EU-Vogelschutzgebiet" (SPA - Special Protected Area) trägt.

© Landkreis Prignitz